Mehrfachbelichtungen
Die Mehrfachbelichtungen begannen um 2018, als ein einzelnes Bild nicht mehr zu genügen schien für die Art, wie Berliner Gebäude Zeit einnehmen. Fassaden, Höfe und Innenräume werden in der Kamera mehrfach belichtet, nicht nachträglich am Rechner montiert.
Ich arbeite langsam, oft an denselben Orten. Die Überlagerung ist eine Blickweise, kein Effekt: Erinnerung, Gleichzeitigkeit, die Dichte einer Straße, die umgebaut wurde und ältere Leben noch zeigt.
Mich interessiert Architektur als etwas Wahrgenommenes, nicht bloß Dokumentiertes – wie Raum mehrdeutig wird, wenn zwei Momente ein Negativ teilen.